Vater, Mutter und Baby vor einem Baum

Die Burggemeinde Brüggen vergibt den diesjährigen Heimat-Preis

Bürgermeister Frank Gellen hat am Dienstag, 13. Dezember 2022, zusammen mit der Fördermittelmanagerin Beatrix Schuren die Gewinner des Brüggener Heimat-Preises ausgezeichnet.

Der Heimat-Preis ist eine Initiative der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, um in Kommunen herausragendes Engagement von Menschen für die Gestaltung der Heimat vor Ort in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Am 6. September 2022 hat der Rat der Burggemeinde Brüggen den Beschluss gefasst, lokal den mit 5.000 Euro dotierten Heimat-Preis vergeben zu wollen.

Nachdem die Jury, bestehend aus Bürgermeister Frank Gellen sowie Vertretern des Behindertenbeirats, der Ratsfraktionen und des Jugendforums die eingereichten Konzepte hinsichtlich der Themenschwerpunkte bewertet und gewichtet hat, konnten die Gewinner ausgelobt werden.

Die Auswertung der Jurybewertung ergab demnach folgendes Ergebnis:

  • 1. Platz: „Jungschützen der St. Johannes Bruderschaft Bracht“
  • 2. Platz: „Arbeitsgemeinschaft ERFAHRUNGSleerRAUM Gesamtschule Brüggen“
  • 3. Platz: „Behindertengemeinschaft DRK Brüggen“

Das Preisgeld wurde in gestaffelter Form wie folgt vergeben:

  • 2.500 Euro für den 1. Platz
  • 1.500 Euro für den 2. Platz
  • 1.000 Euro für den 3. Platz

Die Jungschützen der Sankt Johannes Bruderschaft Bracht stehen für ehrenamtliches Engagement, bei dem Tradition, Brauchtum sowie Solidarität – im Sinne des Grundsatzes „Für Glaube, Sitte und Heimat“ – gelebt wird. Zu den Aktivitäten zählt – neben den obglitarischen Schützenterminen – die aktive Teilnahme an kirchlichen Veranstaltungen, wie die Begleitung der Fronleichnam-Prozessionen, der Kevelaer-Wallfahrt oder die Mitarbeit beim ökumenischen Pfarrfest. Verdient um das Gemeinwesen haben sich die Jungschützen auch während des „Corona-Lockdowns“. Sie organisierten u. a. einen ehrenamtlichen Einkaufsdienst für ältere Menschen in der Gemeinde, die es besonders vor einer Infektion zu schützen galt und deshalb häufig den Weg der häuslichen Isolation gingen.

Im Rahmen der theaterpädagogischen Arbeitsgemeinschaft ERFAHRUNGleerRAUM an der Gesamtschule Brüggen entstand das Projekt „Heimat“. Dieses Projekt hat zum Ziel sein eigenes Heimatgefühl zu finden und zu stärken. So entstanden viele Anknüpfungspunkte, um die Identifikation der Jugendlichen mit ihrer Heimat und den Zusammenhalt zu stärken. Das Projekt führte dazu, dass sich die Jugendlichen für ihre regionalen Besonderheiten begeisterten und dies auch mit anderen teilten. An dem Heimatprojekt im ERFAHRUNGSleerRAUM arbeiteten bzw. arbeiten noch 13 Schüler*innen von 10 bis 19 Jahren im Schuljahr 2021/2022.

Unter dem organisatorischen Dach der DRK-Ortsvereins Brüggen besteht die Gemeinschaft für Menschen mit Behinderungen im kommenden Jahr seit 45 Jahren. Gestartet war das Angebot einst mit so genannten „Neigungsgruppen“ in denen sich Menschen mit Behinderungen im Schwimmen, Tischtennis, Kegeln, therapeutischem Reiten, Musik, Basteln/Werken oder Kochen und Hauswirtschaft üben konnten. Bis heute bestehen manche dieser Gruppen ununterbrochen fort. Unter den Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern, die die Neigungsgruppen leiten, gibt es ebenfalls eine hohe Kontinuität. Aktive des DRK übernahmen von Beginn an den Fahrdienst. Die regelmäßig stattfindenden Gruppenangebote erfüllten zugleich den Zweck, den Angehörigen für diese Zeit etwas Freiraum zu verschaffen. In Kürze startet ein neues Angebot der Gemeinschaft, im DRK-Zentrum wird es dann ein Elterncafé für Eltern von Kindern mit Behinderungen geben. Die und andere Angehörige sollen dort die Möglichkeit erhalten, sich über Alltag, Hilfen und Möglichkeiten auszutauschen.